Finnland vorraus. Jetzt aber richtig!

Wie der eifrige Leser dieses Blogs mitbekommen hat, hinken wir ein bisschen beim Schreiben hinterher, aber die Welt ist für uns seit Finnland viel ruhiger geworden. Der Tagesablauf hat sich um ein paar Stunden nach hinten verschoben und auch die Segelabschnitte sind kürzer geworden, da es hier so schöne Ecken gibt. Und Ankern in den Schären, weitab des alltäglichen Trubels ist einfach super.

 

Zusammenfassung der bisherigen Tour in Finnland:

Drei Tage nach dem Konzert ging es für uns Drei (Johannes, Michael und Max) dann endlich nach Finnland rüber. Nach diversen Einkäufen am Vortag haben wir Tallinn mittags mit dem Ziel Finnland verlassen. Da wir jetzt schon in Helsinki waren, haben wir uns dazu entschlossen direkt weiter Richtung Westen auf der Seite Finnlands anzukommen und uns dort einen kleinen Hafen zu suchen. Die Fahrt war spannender als erwartet. Wind und Wellen waren nicht Ohne und auch das zu kreuzende Fahrwasser zwischen Tallinn und Helsinki war voll von Fähren und Frachtern, so dass man ordentlich aufpassen musste. Johannes hat gleich bei der erst besten größeren Welle eine Dusche abbekommen und hat sich dann die restliche Fahrt im Niedergang aufgehalten um zu trocknen. Abends bei der Einfahrt in die Schären war der Anblick einfach atemberaubend. So viele kleine Inseln und man musste sich darauf einstellen, dass man nun dicht an solchen Felsen vorbei fahren kann und nicht wie bei uns zu Hause, lieber ein paar Meter mehr Abstand hält. Gleich der erste „Hafen“ wenn man ihn so nennen möchte war ein Traum (Es gab nix außer einem Plumsklo und einer Feuerstelle). Wir hatten uns auf der Karte einen Hafen ausgeschaut um nicht gleich mit dem Anlegemanöver überfordert zu werden, aber an der kleinen Schäre gab es Heckbojen und einen kleinen Steg, an dem man entspannt anlegen konnte.Noch am selben Abend beschlossen wir den nächsten Tag hier zu verbringen um entspannt in die Schären zu starten.

Am 6.07 sind wir dann morgens ca. 2sm nach Porkkala in einen Hafen gefahren, da uns Johannes verlassen musste. Ab hier fährt ein Bus und so hieß es Abschied nehmen. Den restlichen Tag haben wir damit verbracht nicht viel zu machen 🙂 Am nächsten Tag sind wir dann ohne richtigen Plan aus dem Hafen und ab in die Schären gefahren. Mit Hilfe der Papierkarten und des Plotters war die Navigation kein Problem, da es hier in diesem Inselgewirr kleine Fahrwasser gibt, denen man gut folgen kann. Am Abend haben wir uns dann auf der Karte eine kleine Bucht gesucht und sind einfach „querwasserein“ zwischen die Inseln gefahren, um das wunderschöne fleckchen Erde zu erreichen.

Unser nächsten Ziel war der Hafen Hanko oder auch Hangö. Auf den Karten stehen immer zwei Namen. Einmal finnisch und dann noch auf schwedisch, da ca. 10% der Einwohner Finnlands schwedisch sprechen. Hanko ist das Mekka des finnischen Segelsports und wir sind natürlich auch beim Einlaufen in das Ende einer Regatta gelandet. Alle Stege waren überfüllt bzw. reserviert, aber ein kleines Motorboot, das längsseits kam und anscheinend für den Hafenmeister arbeitet, hat uns dann einen kleinen Platz zwischen den vielen Booten zugeteilt. Die nächsten Tage haben wir hier verbracht. Nicht weil wir wollten, sondern weil das Wetter eine Weiterfahrt nicht zu lies. Auch ein finnsicher Seglernachbar hatte uns von der Weiterfahrt abgeraten. Und so haben wir die Stadt erkundet, uns aufproviantiert, den Motor überholt und uns endlich eine Prepaid-Karte für das Internet besorgt, damit man endlich wieder schreiben kann 🙂 Der Hafen an sich ist nicht besonders schön. Überall schwimmt Müll und einer feiner regenbogenfarbener Schleier liegt auf dem Wasser. Die sanitären Anlagen sind zwar Ok, rechtfertigen aber keine Liegegebühr von 28,- für ein 27ft-Schiff.

Schnell weiter und ab in eine Bucht hieß es dann. Und bei strömendem Regen und grauer Umgebung sind wir dann los, um unser Glück in der kleinen Ankerbucht Norrfladen zu finden. Am Nachmittag kam die Sonne dann auch raus und gerade als wir den Anker ausgeworfen und klar Schiff gemacht hatten, kam eine deutsche Segalyacht (OE32) in die Bucht, die uns bekannt war. Andreas Schiebel mit seiner Slisand (Blog / YouTube / Segel-Filme) kam da um die Ecke und nach einer kurzen Begrüßung beim Vorbeifahren sind wir auf ein Bier eingeladen worden, das wir natürlich gerne angenommen haben. So wurde der Tag doch noch schön und am nächsten Tag war es warm, die Sonne schien uns auf die Bäuche und so beschlossen wir noch einen Tag hier zu bleiben.

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Die nächste Fahrt sollte uns zu einem Tipp von Andrea bringen, der nur 15sm entfernt ist. Die Fahrt war super. Wind aus der richtigen Richtung, Sonne von oben, Musik aus den Boxen und die Angel ausgeworfen am Heck. Was will man mehr 🙂 Am Ziel wurden wir belohnt mit einer hübschen kleinen Bucht, in der wir an unserer ersten Schäre mit Heckanker angelegt haben. Natürlich ist Max dabei wieder ins Wasser gefallen. Das scheint mittlerweile zu seinem Markenzeichen zu werden. Aber so haben zumindest alle was zu lachen 😉

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Nun sind wir nach einer nervigen Tour im Hafen von Korpoström angekommen. Der Wind war Mist und hatte sich wohl zur Aufgabe gemacht uns die ganze Fahrt zu ärgern. Mal mehr mal wenig, mal aus West dann aus Nord und immer in die Richtung in die wir wollten. Egal. Morgen kaufen wir ein wenig ein und schauen dann mal wo es uns hin verschlägt…Die Ålands sind ja nicht mehr weit 🙂

So. Wer noch Lust hat kann gerne noch bei YouTube vorbei schauen. Wir haben noch ein paar Videos gedreht, die man sich gerne dort anschauen kann.

Hier ist der Link dazu:

Fahrt durch die Schären

360Grad-Rundgang

Estland bei Regen

 

Und wie Ihr bereits fest gestellt habt, sind wir mittlerweile auch bei Instagram. Also immer schön Liken 🙂 Die neuesten Bilder werden auch rechts in der Sidebar dargestellt.

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