Die Hälfte ist rum. Eine Reise ist vor uns.

Ein wenig wehmütig schauen wir nach hinten. Die Hälfte unserer Auszeit ist vorrüber und es war für uns wie ein Wimpernschlag. Kaum angefangen und schon zur Häfte rum…

Vor ca. einer Woche waren Michi und Ich noch auf dem Weg nach Norden. Haparanda hatten wir zu dieser Zeit schon ausgeschlossen, dafür gab es die Überlegung zumindest nach Vasa zu fahren. Doch die Zeit reicht bei weitem hier oben für uns nicht aus, da hier es einfach schön ist. Der Wind kam dazu sehr lange aus nördlichen Richtungen und die Lust immer gegenan zu fahren, nur um dann am Rande der Ostsee zu stehen und direkt wieder unter Streß runter zu fahren, dies war für uns nicht so reizvoll, wie einfach hier in den wunderschönen Alands zu bleiben und die Zeit zu genießen. So ist unsere Reise nach Norden oberhalb der Alands beendet worden. Seit dem sind wir in den Schären unterwegs und genießen das Leben ohne den Druck irgendwelche Ziele erreichen zu müssen. Diese Einstellung war für mich neu und anfangs schwierig, aber die Umgebung bringt einen dazu im Hier und Jetzt zu verweilen. Das Segeln in den Schären kann man nicht mit unserem Heimrevier vergleichen. Hier ist alles ruhiger, spannender. Es macht einfach Spaß hier nur unter Segel mit 2 Knoten (3,8km/h) durch die engen Fahrwasser zu fahren und das Land auf sich wirken zu lassen. Abends eine kleine Insel, ein Bier und den Grill an und das Leben ist schön. Es ist einfach der herrlich, wenn man ein oder zwei Tage vor Anker in einer Bucht verweilen kann. Dies wäre, um nach Haparanda zu gelangen, einfach zeitlich nicht mehr möglich gewesen. Es ist schwierig von den letzten zwei Wochen zu berichten, da man in den Tag hinein lebt und einfach schaut was kommt. Die einzigen schwierigen Fragen bei uns Abends sind: An welcher Insel ankern wir und was machen wir uns leckeres zu Essen. Das Leben kann so einfach sein.

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Die kleine Schäre Katanpää im Noden der Alands

 

Bei dem Gekreuze durch das Inselmeer haben wir einen Schweizer getroffen, mit dem  wir bereits in Ventspils im Hafen lagen. Christian heißt er. Ist mit seiner kleinen Marieholm 26 (Rajac) wie jedes Jahr hier oben unterwegs und genießt, wie wir, einfach das Leben im Urlaub. Abends trifft man sich an der Schäre, kocht zusammen und tauscht Geschichten aus. Wir haben uns von Annfang an super verstanden, was dieses Treffen so besonders gemacht hat.

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Grillabend in Degerby mit Christian

 

Dann beim Einkauf in einem kleinen Supermarkt in einem kleinen Hafen, mitten in den Alands treffen wir auf Erich und seinen Bekannten, die mit der Compaen unterwegs sind. Unser Gegenüber und wir auch schauen uns an und überlegen woher man sich wohl kennt. Dann haben alle den selben Geistesblitz, fangen schallend an zu lachen, denn man ist zusammen im gleichen Segelverein in Schlutup. Was für ein lustiger Zufall und beim abendlichen Bier und Whiskey werden uns noch ein paar Tipps gegeben, wo man in Schweden unbedingt hin sollte. Telefonnummern werden ausgetauscht und man hofft, sich noch mal irgendwo hier oben zu begegnen.

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Seit vorgestern (28.07) liegen wir in Mariehamn um Anna hier zu treffen, die uns für die kommenden drei Wochen begleiten wird. Ab hier geht´s nach Schweden rüber und runter nach Stockholm. Aber erst einmal sind wir hier und schauen uns die Hauptstadt der Alands an.

Noviacrew in Mariehamn #albinvega #on27feet #ostsee #mariehamn

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