Der wohl letzte Beitrag im Urlaub

 

Gestern war der offizielle Herbstanfang und das Wetter ist war tatsächlich mit uns gnädig und ließ noch mal die Sonne scheinen, aber in den letzten Tagen hat man gemerkt, dass der Sommer vorbei ist und es stark auf das Segelsaisonende zugeht. In allen Häfen ist nicht mehr viel los, Boote werden gekrant und für den Winter eingelagert. Nur selten trifft man noch Segler und die man trifft sind dick eingepackt um den Wetter zu trotzen.

Bei unserem letzten Blogeintrag lagen wir im schönen Göteborg und wir haben seitdem 227 Seemeilen, das Kattegat, sowie die schöne Hauptstadt von Dänemark Kopenhagen hinter uns gelassen.

Aber damit alle im Bild sind, beginne ich unsere Erlebnisse von vorn zu erzählen:

Nach ein paar schönen Tagen in Göteborg ging es für LUCCA, KEA und die NOVIA hinaus auf die gute alte Ostsee. Nach dem ganzen Süßwasser war es toll wieder Wellen und Wind um sich zu haben und der Anblick der westlichen Schwedenschären ist einfach wunderschön. Nach dem Tanken in einer der zahlreichen Marinas ging es der KEA hinterher nach Vrängö. Aber was war das für ein Tag, nach einem Missglückten Ablege Manöver, das Tanken hat auch nicht gleich funktioniert und vom Anlegemanöver mal ganz zu schweigen. Es war einer dieser Tage, wo man am besten im Bett liegen geblieben wäre. Der nächste Tag wurde von uns genutzt, um die Wunden zu lecken 🙂 und sich noch einmal mal ganz herzlich von Stefan zu verabschieden, der von hier aus nach Dänemark übersetzen will. Uns zog es aber nach Süden und so waren die nächsten Häfen für uns Varberg und Mölle an der Küste Schwedens. Immer im imaginären Kielwasser der LUCCA, die einigen Vorsprung hatte. Der letzte Schwedische Hafen Mölle bot uns rein gar nix mehr. Michi versuchte noch Zigaretten hier zu bekommen, aber eine nette Kommunenangestellte sagte einfach nur trocken, dass die Saison zu Ende sei und hier nichts mehr geöffnet hat. Zum Glücke hatte sie noch eine Packung Kippen für den Kapitän. Allerdings Marlboro Menthol, hmmm 🙂 Also schnell raus aus dem Hafen und nach Helsingör. Allerdings wurden wir von Wind, Wellen und Regen überrascht und so haben wir statt dessen Gilleleje im Norden von Seeland angesteuert. Bei halber Genua und 4-5 Knoten wurde durch das Fahrwasser gekreuzt und dann, was war das? Etwa Rückenflossen neben uns, oder haben wir schon Halluzinationen. Nein, tatsächlich Schweinswaale neben uns, die uns bis zur Hafeneinfahrt begleiteten, als ob Sie uns nach Hause bringen wollten.

Von hier ging es dann am nächsten morgen früh raus. Der Wind stand gut und so haben wir direkt Kopenhagen angesteuert, wo uns die LUCCA im engen Stadthafen bereits einen Liegeplatz reserviert hat. Kopenhagen blieb für eine Woche das Zuhause der kleinen NOVIA, da ein starker Sturm auf dem Weg Vormarsch war. In der Zeit erkundeten wir zwei Tage die Stadt und haben uns dann für ein paar Tage frei vom Segelalltag genommen haben. Michi ist nach Hause zu Anna und ich bin zu Freunden in ein Ferienhaus mit Pool und Sauna in Henne Strand gefahren. Es war ganz schön ungewohnt wieder in einem Haus zu sitzen. Eine eigene Dusche, Essen aus einem Backofen und vor allem: Andere Freunde 🙂

Am 17.09 ging es dann weiter. Nach dem herzlichen Abschied von Paula und Marco von der LUCCA, die wir bestimmt mal besuchen werden, segelten wir auf der Ostseeseite von Dänemark weiter. Erst der kleine Hafen Bögeskov auf Seeland, dann in das Fahrwasser zwischen Seeland und Mön in den kleinen Hafen auf Nyord. Kurz vor dem Fahrwasser kamen kurz Zweifel auf, da wir hier erst in Reiseführern gelesen haben, dass es hier starke Strömungen geben soll und es teilweise sehr flach ist. Egal! Wir sind in den Schären gesegelt, dass hier kann auch nicht schlimmer sein. Und siehe da, kein Problem für die NOVIA. Allerdings ist der Seegrasbewuchs sehr stark und so sind wir froh einen Vorfilter für unser Motorkühlwasser zu besitzen. In Kalvehave wurde dieser erst einmal gründlich gereinigt. Nun sind wir in Vordingborg und unsere Reise wird uns wahrscheinlich noch nach Vejrö, Langeland und Fehmarn führen.

Man merkt, dass die Heimat nicht mehr weit ist. Immer öfter Kreisen die Themen an Bord um das was Zuhause erledigt werden muss. Auto anmelden, Wohnung neu beziehen, das Schiff aus dem Wasser und natürlich die Arbeiten im Winterlager, damit die Novia im Frühjahr wieder blitz und blinkt. Es ist ein komischen Gefühl, zwischen der Freude auf zu Hause und dem freien, schönen Leben an Bord, das man nicht aufgeben möchte. Hoffentlich dauert die nächste Woche ewig!

Bis bald, die Novia Crew!

 

Ach ja, wer Lust hat kann ja mal versuchen auf dem Video die Schweinswaale zu finden 🙂

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